So sparst du mit dem Benzinpreis-Radar des TCS beim Tanken bares Geld

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Du kennst das sicher: Du fährst an einer Tankstelle vorbei, wirfst einen Blick auf die Preistafel und fragst dich, ob es zwei Strassen weiter vielleicht deutlich günstiger wäre. Gerade in Zeiten, in denen die Treibstoffpreise stark schwanken, kann der Besuch an der Zapfsäule schnell ein grosses Loch in dein Budget reissen. Doch keine Sorge, es gibt Wege, wie du in der Schweiz clever tankst und dabei systematisch Geld sparst. Eines der besten Werkzeuge dafür ist der TCS Benzinpreis-Radar.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du dieses Tool nutzt, warum die Preise überhaupt so stark variieren und mit welcher einfachen Faustregel du entscheidest, ob sich ein Umweg zur nächsten billigen Tankstelle wirklich lohnt.

Was ist der TCS Benzinpreis-Radar eigentlich?

Der TCS Benzinpreis-Radar ist eine kostenlose und partizipative Online-Plattform. Das bedeutet, dass sie von der Community für die Community lebt. Auf einer interaktiven Karte kannst du in Echtzeit sehen, welche Tankstelle in deiner Nähe aktuell die günstigsten Preise für Bleifrei 95, Bleifrei 98 oder Diesel anbietet.

Das Besondere daran: Du musst kein TCS-Mitglied sein, um den Radar zu nutzen oder dich an der Aktualisierung der Preise zu beteiligen. Die Plattform bildet Tankstellen aus der ganzen Schweiz und von jedem Anbieter ab – egal ob grosse Ketten oder kleine Garagenbetriebe.

So findest du die günstigsten Tankstellen in deiner Nähe

Die Nutzung ist denkbar einfach. Du rufst die Webseite tcs.ch/benzin auf. Dort öffnet sich eine Karte, die dir alle registrierten Tankstellen anzeigt. Wenn du die Standortfunktion (Geolokalisierung) deines Browsers aktivierst, zoomt die Karte automatisch in deine aktuelle Region.

Ein grosser Vorteil ist, dass es sich um eine sogenannte Web-App handelt. Du musst also keinen Speicherplatz auf deinem Smartphone für eine weitere App verschwenden. Du kannst den Benzinpreis-Radar aber ganz einfach wie eine App auf deinem Startbildschirm speichern:

  • Bei iOS (iPhone): Öffne die Seite im Safari, klicke unten in der Mitte auf das "Teilen"-Symbol und wähle die Option "Zum Home-Bildschirm".
  • Bei Android: Klicke oben rechts im Browser auf die drei Punkte (Einstellungen) und wähle "Zum Startbildschirm hinzufügen".

Schon hast du den direkten Zugriff immer griffbereit, wenn du unterwegs bist.

Die "Drei-Fünf-Regel": Wann lohnt sich ein Umweg?

Viele Autofahrer machen den Fehler, für eine Ersparnis von wenigen Rappen kilometerweite Umwege zu fahren. Das ist oft kontraproduktiv, da der zusätzliche Treibstoffverbrauch und der Zeitverlust den Spareffekt wieder auffressen. Der TCS empfiehlt hier die Anwendung der Drei-Fünfen-Regel.

Diese Faustregel besagt: Ein Umweg von mehr als 5 Kilometern (bzw. 10 Kilometern für Hin- und Rückfahrt) lohnt sich in der Regel nur dann, wenn du eine volle Tankfüllung von mindestens 50 Litern machst und der Preisunterschied mindestens 5 Rappen pro Liter beträgt.

Ist die Ersparnis geringer oder dein Tank nur halb leer, fährst du meist besser, wenn du das Tanken mit einer Fahrt kombinierst, die du ohnehin machen musst. Wenn du merkst, dass du in einer teuren Region bist und dein Tank fast leer ist, tanke nur 5 oder 7 Liter nach und warte mit der Volltankung, bis du an einer günstigeren Station vorbeikommst.

Warum schwanken die Benzinpreise in der Schweiz so stark?

Vielleicht hast du dich schon gefragt, warum die Preise an einem Tag bei CHF 1.61 liegen und eine Woche später plötzlich bei CHF 1.82. Die Zusammensetzung des Benzinpreises in der Schweiz ist komplex. Etwa 50 % des Preises machen staatliche Steuern aus (Mineralölsteuer, MwSt, Importabgaben). Der Rest verteilt sich auf Vertriebskosten und die Beschaffung.

Es gibt drei Hauptfaktoren, die den Preis an der Zapfsäule fast täglich beeinflussen:

  1. Der Weltmarkt und die Börse: Die Preise in der Schweiz hängen stark von den Produktpreisen an der Börse ab.
  2. Der US-Dollar: Da Rohöl international in Dollar gehandelt wird, hat das Verhältnis zwischen dem Schweizer Franken und dem US-Dollar einen direkten Einfluss auf deine Tankrechnung.
  3. Die Rheinschifffahrt: Das ist ein spezifisch schweizerisches Problem. Ein grosser Teil unseres Treibstoffs kommt über den Rhein zu uns. Bei niedrigem Wasserstand können die Schiffe weniger laden, was die Frachtkosten erhöht und somit den Benzinpreis nach oben treibt.

Zusätzlich sorgen geopolitische Spannungen, wie etwa im Nahen Osten oder der Konflikt in der Ukraine, für nervöse Märkte und schnelle Preissprünge.

Warum ist Diesel oft teurer als Benzin?

In den letzten Jahren ist dir sicher aufgefallen, dass Diesel an der Zapfsäule oft teurer ist als Bleifrei 95. Das liegt vor allem daran, dass Diesel ein sehr ähnliches Produkt wie Heizöl ist. Wenn im Winter die Nachfrage nach Heizöl steigt oder die Preise dafür nach oben gehen, zieht der Dieselpreis meist mit. Zudem wird Diesel viel breiter eingesetzt – im Güterverkehr auf Strasse und Schiene, in der Bautätigkeit und sogar zur Stromproduktion. Benzin hingegen wird fast ausschliesslich für PKW, kleine Lieferwagen und Motorräder verwendet, was die Nachfrage weniger volatil macht.

Punkte sammeln durch Eintragen der Benzinpreise

Der TCS Benzinpreis-Radar funktioniert nur deshalb so gut, weil tausende Nutzer die Preise aktuell halten. Wenn du an einer Tankstelle vorbeikommst, kannst du den Preis direkt in der Web-App bestätigen oder korrigieren. Um Missbrauch zu verhindern, kannst du Preise nur eintragen, wenn du dich per Geolokalisierung tatsächlich in der Nähe der Tankstelle befindest.

Für jeden Beitrag sammelst du Punkte. Das macht das Geldsparen fast zu einem kleinen Spiel, bei dem du gleichzeitig der gesamten Community hilfst, nicht zu viel zu bezahlen. Du musst dich dafür lediglich einmalig mit deinem TCS-Login anmelden oder neu registrieren.

Allerdings musste ich in letzter Zeit leider feststellen, dass die Gewinne nicht mehr so üppig wie noch in den Anfangszeiten sind. Das Eintragen zum Zweck der Gewinnspiele ist daher nicht mehr wirklich spannend.

Auch im Ausland sparen

Planst du eine Reise nach Deutschland, Österreich, Italien oder Frankreich? Auch dort gibt es offizielle Vergleichsplattformen, die ähnlich wie der Radar funktionieren. Es lohnt sich, vor dem Grenzübertritt kurz zu prüfen, ob sich das Volltanken noch in der Schweiz oder erst im Nachbarland lohnt. Oft sind die Preisunterschiede direkt an der Autobahn massiv, während Tankstellen in Grenznähe oder abseits der Schnellstrassen deutlich attraktiver sind.

Mit dem TCS Benzinpreis-Radar hast du ein mächtiges Werkzeug in der Tasche, um deine Fixkosten fürs Auto deutlich zu senken. Probiere es beim nächsten Mal einfach aus, bevor du blindlings die erstbeste Zapfsäule ansteuerst.

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