Du träumst von Strand, feinem Sand und blauem Wasser, aber ein teurer Mittelmeerflug kommt nicht in Frage? Gute Nachrichten: Die Schweiz hat mehr zu bieten, als man denkt. An ihren Seen findest du echte Sandstrände mit Urlaubsgefühl – viele davon gratis oder für kleines Geld. Für alle, die schlau reisen und trotzdem nicht auf Strandfeeling verzichten wollen, ist dieser Artikel genau richtig.
Warum Strände in der Schweiz eine kluge Wahl sind
Wer Schweizer Sandstrände kennt, weiss: Ein Flug ans Meer ist längst nicht immer nötig. Die Reisekosten, die Parkgebühren am Flughafen, die überteuerten Restaurants im Urlaubsort – all das fällt weg, wenn du deinen Sommerausflug im eigenen Land planst. Dazu kommt: Viele der schönsten Sandstrände in der Schweiz sind komplett kostenlos zugänglich. Du packst dein Picknick ein, nimmst den Zug oder das Velo, und schon bist du da.
Die Seen bieten dabei überraschend warme Wassertemperaturen im Sommer, kristallklares Wasser und eine Kulisse, die sich mit manchem Urlaubsziel messen kann. Ob Bergpanorama, Tessiner Palmen oder Romandie-Flair.
Die schönsten Strände der Schweiz im Überblick
Gäsi am Walensee – Bergpanorama inklusive
Wer einmal am Gäsi-Badestrand in Weesen war, kommt immer wieder. Der Sandstrand liegt idyllisch an einem Waldrand am Walensee und bietet ein echtes Strandgefühl mit Blick auf die imposanten Felswände der Churfirsten. Das Beachvolleyballfeld lädt zum Spielen ein, Feuerstellen sind vorhanden, und der Strand ist öffentlich zugänglich – ohne Eintritt.
Badeinseln Lorelei am Urnersee – ein Stück Karibik in Uri
Kaum zu glauben, aber wahr: Im Kanton Uri, zwischen Seedorf und Flüelen, liegt ein Sandstrand mit türkisblauem Wasser, der karibisches Feeling aufkommen lässt. Die Badeinseln Lorelei entstanden durch aufgeschüttetes Gestein aus dem Gotthard-Basistunnel – ein spannendes Stück Schweizer Geschichte, das gleichzeitig ein wunderbarer Badeplatz ist.
Plage de Salavaux am Murtensee – der längste Süsswasser-Sandstrand Europa
Über 800 Meter erstreckt sich der Sandstrand von Salavaux im Kanton Waadt am Murtensee. Er gilt als der längste natürliche Sandstrand Europas an einem Süssgewässer – das ist nicht nur ein Gesprächsthema, sondern auch ein echtes Erlebnis. Mehrere Grillstellen laden zum Cervelat-Grillieren ein, und Bäume spenden Schatten.
Der Strand selbst ist gratis. Wer Wassersport wie Kajak oder SUP ausprobieren möchte, kann das Equipment beim angrenzenden TCS-Campingplatz ausleihen.
Lido di Ascona am Lago Maggiore – Dolce Vita im Tessin
Das Tessin ist für viele Deutschschweizer der günstige Mittelmeerersatz und das zu Recht. Der öffentliche Badestrand «Bagno Pubblico Ascona» am Lago Maggiore ist kostenlos und bietet einen 300 Meter langen Sandstrand mit schattigem Liegestrand, einem Spielplatz und Restaurant. Palmen, warme Temperaturen und mediterranes Flair machen den Besuch unvergesslich.
Lido Luzern am Vierwaldstättersee, der stadtnaher Sandstrand
Über 300 Meter Sandstrand am Alpenrand, direkt in Luzern, das klingt fast zu gut. Der Lido Luzern ist ein beliebter Treffpunkt und Teil eines grossen Areals mit vielen Aufenthaltsmöglichkeiten. Die Bergkulisse des Vierwaldstättersees macht den Aufenthalt besonders.
Der Eintritt ist moderat und für Familien erschwinglich.
Strandbad Biel am Bielersee – Fast wie am Meer
Das Strandbad Biel liegt nur zehn Gehminuten vom Bahnhof entfernt und begeistert mit einem feinen Sandstrand, einem Wasserpark und einem Sprungturm. Der Blick über den Bielersee wirkt fast grenzenlos – beinahe wie am Meer, ohne die weite Anreise. Ein Spielplatz sorgt für Unterhaltung bei den Kleinen.
Strandbad Mythenquai in Zürich – Strand mitten in der Stadt
250 Meter langer Sandstrand am Zürichsee, direkt in der Stadt? Das Strandbad Mythenquai macht es möglich. Besonders familienfreundlich durch den flachen Nichtschwimmerbereich, und mit dem weltweit ersten Automaten für Stand Up Paddling-Bretter ein echter Hingucker. Das nahegelegene Restaurant Hiltl rundet den Ausflug ab.
Spartipp: Mit dem Tram 7 bis «Brunaustrasse» oder per Bus 161/165 bis «Sukkulentensammlung» – ideal für einen spontanen Feierabendausflug aus der Stadt.
Plage des Eaux-Vives in Genf – Städtestrand mit Flair
Genf hat einen echten Stadtstrand am Ufer des Genfersees. Die Plage des Eaux-Vives bietet einen breiten Sandabschnitt mit Blick auf den berühmten Jet d'Eau. Sonnenbaden mit Grossstadtflair – das hat seinen eigenen Charme, und der öffentliche Verkehr bringt dich bequem dorthin.
Strandbad Thun – «Strämu» mit Alpenpanorama
Das liebevoll «Strämu» genannte Strandbad Thun am Thunersee kombiniert Alpenpanorama mit echtem Strandfeeling. Beachvolleyball, Fussball und die Terrasse des Strämu Beizlis sorgen dafür, dass sich der Ausflug lohnt – für Familien genauso wie für junge Leute.
Mit dem Bus ab Bahnhof Thun oder Spiez bis zur Haltestelle Strandbad.
So sparst du beim Strandausflug in der Schweiz wirklich
Strandferien im eigenen Land lassen sich noch günstiger gestalten, wenn du ein paar einfache Tipps befolgst:
- Picknick statt Restaurantbesuch: Die meisten Schweizer Sandstrände haben Grillstellen. Cervelats, Gemüse und ein paar Getränke aus dem Supermarkt kosten einen Bruchteil dessen, was du am Kiosk bezahlst. Gerade für Familien ist das ein grosser Unterschied.
- Gratis-Strände bevorzugen: Ein Grossteil der aufgeführten Strände ist kostenlos zugänglich. Wo es Eintritt kostet (z.B. Lido Luzern), lohnt sich ein Vergleich: Oft gibt es Saisonkarten oder günstigere Abendtarife.
- Unter der Woche fahren: An Wochenenden und Feiertagen sind die beliebtesten Badeplätze schnell voll. Wer flexibel ist und unter der Woche fährt, hat mehr Platz, findet oft gratis Parkplätze und geniesst die Natur in Ruhe.
- Region entdecken statt nur Baden: Kombiniere den Strandausflug mit einem Spaziergang, einer Velotour oder einem Besuch in der nahegelegenen Ortschaft. So holst du mehr aus dem Tag heraus, ohne mehr auszugeben.
Wann ist die beste Zeit für einen Sandstrand-Ausflug in der Schweiz?
Die Badesaison an Schweizer Seen beginnt je nach Region und Höhenlage meist Mitte bis Ende Juni und dauert bis in den September. Die Wassertemperaturen der grossen Schweizer Seen erreichen im Hochsommer oft 20 bis 24 Grad. Das ist angenehm warm genug für ausgedehnte Schwimmrunden. Vor allem August gilt als Hochsaison; wer früher oder später im Sommer kommt, trifft auf weniger Betrieb und geniesst die Strände oft entspannter.
Für Familien mit Kindern ist die erste Ferienhälfte empfehlenswert: Die Schulferien beginnen gestaffelt, das heisst, es gibt in der Regel ruhigere Phasen. Und mit einem gut geplanten Picknick und etwas Planung bist du bestens für einen unvergesslichen Sommertag gerüstet, ganz ohne teures Ausland.
Hast du schon einen dieser Sandstrände besucht? Schreib uns deine Erfahrungen in die Kommentare – wir freuen uns immer über Tipps aus der Community!

